Meine Pferde - Amoroso und Astor

Amoroso: Der spanische Traum

Amoroso wurde in Spanien geboren und kam bereits als Jungpferd zu mir. Ich habe ihn selbst angeritten und gemeinsam sind wir über die Jahre zu einem echten Team zusammengewachsen. Da mir mehrere Bereiter gesagt haben, dass Amoroso aufgrund seines Verhaltens niemals reitbar sein wird, war ich gewissermaßen gezwungen einen alternativen und für uns beide passenden Weg zu finden. Durch die klassische Reitweise habe ich gelernt, mein Pferd zu verstehen und zu erkennen, was er braucht. In kürzester Zeit ist aus einem nicht anreitbaren Pferd ein absolut zuverlässiger Partner geworden.

Gleichzeitig hat er aber einen ganz eigenen Kopf und zeigt im Umgang sehr deutlich, wenn ihm etwas zu viel wird oder er mit einer Situation nicht einverstanden ist. Gerade das macht ihn für mich so besonders: Wer ihm fair, ruhig und ehrlich begegnet, gewinnt mit ihm einen unglaublich feinen und verlässlichen Partner.

Unter dem Sattel ist Amo sehr sensibel und fein zu reiten. Besonders liebt er das Springen – vor allem das Freispringen – und sobald die Temperaturen steigen, zeigt sich sein spanisches Temperament in voller Stärke. Amo ist ein echtes Multitalent: Er wird klassisch und fein ausgebildet, ist entspannt bei Wanderritten und Ausritten unterwegs, begeistert sich für Zirkuslektionen und genießt sogar das Baden im See. Darüber hinaus liebt er Kinder und arbeitet sehr vorsichtig mit ihnen. 

Astor: Eine zweite Chance

 

Astor ist ein Lipizzaner mit einer besonderen Geschichte. Bevor er zu mir kam, war er bereits in mehreren Ländern und Ställen im Beritt. Durch diese Erfahrungen verlor er zunehmend das Vertrauen in den Menschen und galt schließlich als schwierig und gefährlich. Mehrere Bereiter wurden von ihm verletzt, weshalb sogar eine Euthanasie bzw. der Schlachter im Raum stand. Genau deshalb habe ich mich entschieden, ihn zu mir zu holen.

Mit viel Ruhe, fairem und rücksichtsvollem Training sowie einem besonderen Augenmerk auf seine individuellen Bedürfnisse durfte Astor Schritt für Schritt wieder Vertrauen fassen. Innerhalb weniger Monate konnte ich ihn anreiten und bereits den ersten Wanderritt im Ausland mit ihm unternehmen.

Heute zeigt Asti, wie viel Potenzial in einem Pferd steckt, wenn man ihm Zeit, Verständnis und Sicherheit schenkt. Er wird fein und klassisch nach den Lehren der Alten Meister trainiert, springt motiviert und geht entspannt auf Ausritte und Wanderritte. In der Herde übernimmt er gerne die Führung und zeigt deutlich seinen starken Charakter. Gerade deshalb benötigt er besonders sensibles, feines und konsequentes Arbeiten – und genau darin liegt seine große Stärke.

 

 

Asko: Der Württemberger

Olimpico: Portugiesisches Feuer

Askato, liebevoll „Asko“ genannt, ist mit seinen acht Jahren das größte Pferd im Stall. Als Enkel des Hengstes Stakkato bringt er eine erstklassige Springabstammung mit und hat damit beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche sportliche Zukunft. Sein Weg war allerdings bisher alles andere als einfach: Asko galt, bis er zu mir kam, als nicht reitbar und bekommt nun eine zweite Chance.

Seit Juli ist er bei mir im Stall und wird Schritt für Schritt rehabilitiert. Dabei geht es vor allem darum, wieder Vertrauen aufzubauen, ihm Sicherheit zu geben und gemeinsam herauszufinden, was in ihm steckt. Trotz seiner beeindruckenden Größe zeigt er sich im Umgang sehr angenehm und vor allem beim Ausreiten überrascht er mit seiner ruhigen und entspannten Art.

Asko steht noch ganz am Anfang seines neuen Weges. Gerade deshalb ist es besonders schön zu beobachten, wie er sich entwickelt und langsam wieder Vertrauen in die Zusammenarbeit mit dem Menschen fasst. Wir sind gespannt, wohin dieser Weg ihn noch führen wird – denn seine Abstammung und sein Talent lassen erahnen, welches Potenzial in ihm steckt.

Olimpico, von uns liebevoll „Impi“ genannt, ist ebenfalls acht Jahre alt und hat fast sein gesamtes bisheriges Leben in Portugal verbracht. Erst seit August ist er bei uns und muss deshalb vieles, was für andere Pferde selbstverständlich ist, erst noch kennenlernen. Trotzdem zeigt sich schon jetzt, dass in ihm ein außergewöhnliches Talent steckt.

Impi ist das Pferd im Stall mit den meisten Fähigkeiten – allerdings ist er definitiv ein Pferd für geübte Reiter. Er hat einen klaren Kopf und weiß genau, was er möchte, gleichzeitig steckt ordentlich Feuer in ihm. Gerade diese Mischung macht ihn so besonders: Er ist aufmerksam, intelligent und unglaublich talentiert, verlangt von seinem Reiter aber auch Ruhe, Erfahrung und eine feine Kommunikation.

Obwohl er bei mir noch nicht lange ist und dementsprechend noch vieles kennenlernen muss, zeigt Impi bereits eine beeindruckende Veranlagung. Er beherrscht Pirouetten und Galoppwechsel und bringt ein Talent für nahezu alles mit, was man von einem gut ausgebildeten Reitpferd erwarten kann.

Ich freue mich darauf, ihn weiter kennenzulernen, auszubilden und herauszufinden, wie viel Potenzial tatsächlich in diesem außergewöhnlichen Portugiesen steckt. Denn eines ist jetzt schon sicher: Impi hat nicht nur Feuer, sondern auch ganz besondere Fähigkeiten.

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